vor 4 Wochen

Prophylaxe bei Harnwegsinfekten

Harnwegsinfektionen spürt man durch ständigen Harndrang, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen, manchmal findet sich auch Blut im Urin. Rund ein bis drei Prozent aller Frauen – deutlich mehr als Männer – leiden mindestens dreimal pro Halbjahr unter einer solchen Infektion. In diesen Fällen spricht man von chronisch wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. Ursache sind Bakterien, die von außen in die Harnröhre gelangen. Doch allein durch Einhaltung ärztlicher Verhaltensempfehlungen kann ein Drittel der betroffenen Frauen infektfrei werden.

Welche Frauen sind häufig von Harnwegsinfekten betroffen?

Vor allem jüngere Frauen und Frauen nach der Menopause sind von den Infektionen betroffen. Zu den Risikofaktoren von jüngeren Frauen zählen Häufigkeit und Art des Geschlechtsverkehrs und die Benutzung spermizider, also Spermien abtötenden Vergütungsmittel in Form von Cremes, Gels, Schaum, Zäpfchen und beschichteten Kondomen.
Bei Frauen nach den Wechseljahren wächst das Infektionsrisiko durch eine Blasenschwäche (Inkontinenz) durch erhöhten Restharn in der Blase oder eine Vorwölbung der Blase aufgrund einer Beckenbodenschwäche. 

Wie sieht die Prophylaxe aus?

Zu den einfachen Vorbeugemaßnahmen gehört das reichliche, aber nicht übermäßige Trinken. Ca. 1,5 Liter pro Tag fördern die Blasenentleerung und damit das „Herausspülen“ der Bakterien. Empfohlen werden vor allem Fruchtsäfte aus Beeren, auch probiotischen Milchprodukten wird eine positive Wirkung zugeschrieben. Darüber hinaus kann ein vernünftiges Hygieneverhalten Entzündungen verhindern. Dazu gehört es, sich die Hände auch vor dem Toilettenbesuch waschen und nach dem Wasserlassen oder Stuhlgang immer von vorne nach hinten abzuwischen (von der Scheide in Richtung Anus).
Übertriebene Intimhygiene ist hingegen problematisch, wie auch die Verwendung von Intimlotionen oder Desinfektionssprays.
In bestimmten Fällen kann eine Impfung mit den Infekt verursachenden Bakterien sinnvoll sein. Hierzu bestimmt der behandelnde Arzt in angelegten Urinkulturen die Bakterien und kann dann eine Impfung empfehlen.

In jedem Falls sollte man bei häufigen Harnwegsinfekten eine urologische Praxis aufsuchen, um die Therapie zu besprechen. 

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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