Transgender

Für Menschen, die sich nicht mit ihrem zugewiesenen Geschlecht identifizieren können, ist die Integration in die angestrebte Geschlechterrolle das erklärte Ziel. Der Urologe kann erste Anlaufstelle für Betroffene sein.

Transsexualität

Eine transsexuelle Person identifiziert sich nicht vollständig mit dem Geschlecht, das dieser Person anhand der Geschlechtsmerkmale von anderen zugewiesen wurde. Oftmals wird diese Transsexualität mit der Redewendung „geboren im falschen Körper“ beschrieben. Der Person geht jedoch eher um die geschlechtliche Ausprägung ihres Körpers. Bei einer fehlerhaften Zuweisung des Geschlechts kann die betroffene Person den Wunsch nach geschlechtsangleichenden Maßnahmen haben.

Durch den offeneren Umgang mit Sexualität im Allgemeinen, sind die Transsexualität und der Umgang mit Betroffenen in den letzten Jahren in der Gesellschaft und auch in den Medien präsenter geworden. Für die Betroffenen ist die Integration in die angestrebte Geschlechterrolle das erklärte Ziel. Dies versuchen sie durch langwierige juristische, psychologische und schmerzhafte operative Eingriffe zu erreichen. Die Gesellschaft sollte versuchen die seelische Qual und die Mühe anzuerkennen und die Betroffenen als der Mann bzw. die Frau zu sehen, die sie sind, ohne vor allem auf den Weg zu schauen den sie gegangen sind, um dies zu erreichen.

Diagnose, Indikationsstellung und Operation

Transgender Operationen sind für ein legitimer Bestandteil der urogenitalen und plastisch-rekonstruktiven Chirurgie und tragen zur individuellen Bewältigung der oftmals komplexen Erfordernisse von Behandlungssuchenden bei. Voraussetzung ist eine gesicherte Diagnose und Indikationsstellung.

Ein Urologe oder eine Urologin können dabei als erste Anlaufstelle für die Beratung und Planung der weiteren Vorgehensweise dienen. Hinzugezogen werden dann Psychologen, Endokrinologen und andere Fachärzte. Denn vor eine Operation muss zunächst ein psychologisches Gutachten erstellt werden und eine hormonelle Einstellung erfolgen.

Bei geschlechtsangleichenden Operationen arbeitet eine große Bandbreite an verschiedenen Spezialisten zusammen. Hier stehen vier chirurgische Disziplinen im Vordergrund: Die Urologie, die Gynäkologie, die plastische Chirurgie und die Gefäßchirurgie. Jede von ihnen ist aus dem Ablauf der geschlechtsangleichenden Operationen nicht wegzudenken.

Sexualität

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