HPV-Impfung

Mädchen und Jungen sollte noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr geimpft werden, denn gerade männliche Sexualpartner sind Überträger der humanen Papillomviren.

Allgemein

Die HPV-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Mädchen und Jungen empfohlen. Die Impfung sollte noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr gemacht werden, denn gerade männliche Sexualpartner sind Überträger der humanen Papillomviren. Diese Viren können bei Mädchen und Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen und für Infektionen im Genitalbereich (Penis, Feigwarzen im Intimbereich) bei beiden Geschlechtern sorgen.

Warum sollten gerade Eltern von Jungen
(9 bis 14 Jahre) die HPV-Impfung vornehmen lassen?

Die Impfung sollte noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr gemacht werden, denn gerade männliche Sexualpartner sind Überträger der humanen Papillomviren. Diese Viren können bei Mädchen und Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen und für Infektionen im Genitalbereich (Penis, Feigwarzen im Intimbereich) bei beiden Geschlechtern sorgen. Je nach Sexualpraktik können sie auch Krebs im Mund- und Rachenraum bei Oralverkehr sowie am After bei Analverkehr auslösen.

Bei Mädchen ist die HPV-Impfung bereits in die Regelversorgung aufgenommen worden, d. h. die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Mädchen sollten ebenfalls vor dem ersten Geschlechtsverkehr geimpft werden. Durch die HPV-Impfung können zwar nicht alle Viren bekämpft, aber zumindest die Infektionskette unterbrochen werden und so zur Krebsvorsorge beitragen.

Wie läuft die HPV-Impfung ab?

Wie auch bei anderen Impfungen bekommt der Patient eine Spritze in den Oberarm. Diese Prozedur muss im Abstand von ein paar Wochen noch zweimal wiederholt werden. Die Spritze kann durch den Einstich etwas weh tun, aber der Schmerz vergeht in der Regel sehr schnell. Der Oberarm kann für einige Tage noch druckempfindlich sein.

Werden die Kosten erstattet?

Die Impfstoffe gegen Humane Papillomviren (HPV) sind schon seit Jahren zugelassen, allerdings sorgt die Empfehlung dafür, dass auch Krankenkassen die Kosten für die Impfung übernehmen. Die letzte Entscheidung in Bezug auf die Impfung von Jungen trifft der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), mit der Anfang 2019 gerechnet wird. Bereits jetzt haben sich jedoch einige Krankenkassen entschieden, die Kosten zu übernehmen.

Es lohnt sich daher, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen. Wer die Bestätigung durch den G-BA noch abwarten möchte, kann spätestens 2019 sicher sein, dass die Kosten von der Krankenkasse getragen werden. Bitte achten Sie daher auf Informationen zur Impfung, die Sie auf den jeweiligen Homepages finden.

Die Kosten bei Mädchen werden bereits seit einigen Jahren übernommen. Weitere Informationen zur HPV-Impfung finden Sie hier.

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