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Nierenkrebs: Risikofaktoren

Wenn Nierenkrebs diagnostiziert wird, stellt sich für den Patienten die Frage, wie es dazu kommen konnte. Warum gerade ich?

Die Ursachen sind in vielen Fällen nicht eindeutig zu finden. Es gibt aber Risikofaktoren, die die Krankheit ausgelöst oder zumindest begünstigt haben können.

Beeinflussbare Risikofaktoren

Ein erhöhter Blutdruck steigert das Risiko, an Nierenzellkrebs zu erkranken, wenn er nicht rechtzeitig und ausreichend behandelt wird. Bei Patienten, deren Blutdruck mit Medikamenten gut eingestellt ist, sinkt das Risiko wieder. Als weitere beeinflussbare Risikofaktoren gelten Übergewicht, Rauchen und fehlende Bewegung.

Nierenschäden durch schädliche Substanzen

Eine chronische Niereninsuffizienz, also eine dauerhafte schwere Nierenschädigung, begünstigt Tumore in der Niere. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, was genau die Nierenschädigung verursacht hat: Bei einem kleinen Teil der Betroffenen findet sich in der Vorgeschichte Kontakt zu nierenschädigenden chemischen Substanzen, meist am Arbeitsplatz. Dabei gibt es nierenschädliche Stoffe in vielen Lebensbereichen, angefangen von Benzin und Dieselkraftstoff über organische Lösungsmittel wie Chloroform oder Trichlorethen- ein Reiniger in der metallverarbeitenden Industrie. Auch viele anorganische Substanzen und Verbindungen sind als schädigende Stoffe bekannt und stehen im Verdacht Nierenkarzinome zu begünstigen, wie unter anderem Chrom, Nickel, Silber, Gold, Platin, Blei, Asbest, Cadmium.

Auch bei einer gesunden Niere sinkt die Leistung im Alter

Fast jedes sechste Medikament wird über die Niere ausgeschieden. Je nach Gesamtmenge und Vorgesundheit der Niere können Arzneimittel das Organ belasten und damit langfristig zu einem Nierenkarzinom beitragen. Die Wirkung von Schadstoffen steht auch im Zusammenhang mit der Filtrationsleistung der Niere. Sie sinkt im Laufe des Alters. Filtert eine gesunde Niere bei unter 30jährigen noch 116ml Harn pro Minute, so sinkt die Filterleistung auf unter 75ml bei über 70jährigen. Kritisch wird es, wenn die Niere nur noch 60ml pro Minute leistet und Dialyse wird ab 15ml Harnfiltration pro Minute unumgänglich.

Risiko Nierentransplantation und seltene vererbare Krankheiten

Nach einer Nierentransplantation haben Patientinnen und Patienten ebenfalls ein erhöhtes Risiko, ein Nierenzellkarzinom zu entwickeln.

Einige wenige Menschen haben ein besonderes Risiko zu erkranken wegen vererbbaren Krankheiten.

 

Quelle DKFZ

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