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Die Urologie.

Nierensteine: Oft bleiben sie jahrelang unentdeckt

Sie bilden sich unbemerkt und oft verschwinden sie genauso: Nierensteine. Statistisch betrachtet hat jeder Mensch irgendwann einen Nierenstein. In manchen Fällen gehen die Nierensteine nicht unbemerkt ab, im Gegenteil: Wenn sich die Steine aus den Nieren lösen und in die Harnleiter gelangen, kann es sehr schmerzhaft werden. Denn dort behindern sie den Abfluss des Urins und es kommt zu den gefürchteten Nierenkoliken, die aufgrund der sehr starken Schmerzen dazu führen, dass die Betroffenen umgehend ärztliche Hilfe suchen.

Viel Trinken hilft, dass sich erst keine Nierensteine bilden

Vor allem der Lebenswandel beeinflusst die Bildung von Nierensteinen maßgeblich: Übergewicht, wenig Bewegung und geringe Flüssigkeitsaufnahme begünstigen das Entstehen von Nierensteinen. Gleiches gilt für entwässernde Lebensmittel wie Spargel und häufiges starkes Schwitzen, da beides dazu beiträgt, dass die Nieren nicht genügend Flüssigkeit ausscheiden. Aber auch genetische Veranlagung kann für die Bildung von Nierensteinen verantwortlich sein.

Nierensteine entstehen, wenn Stoffe wie Calcium, Magnesium oder Harnsäure in zu hoher Konzentration in der Niere auftreten und sich zu kleinen Kristallen zusammenschließen. Im Lauf der Zeit wachsen diese Kristalle immer weiter. Solange sich die Steine in den Nieren befinden und die harnableitenden Wege nicht verschließen, verursachen sie auch keine Beschwerden.

Kommt es aber in Folge eines Abgangs zu einer Kolik, wird den Betroffenen im Krankenhaus zuerst ein Schmerzmittel verabreicht. Je nach Größe des Steins – oder der Steine – entscheiden die Ärzte über eine entsprechende Behandlung, beispielsweise eine Zertrümmerung der Steine durch Stoßwellen, eine Entfernung durch eine endoskopische OP oder mithilfe einer Punktion der Niere von außen. Bestimmte Nierensteine, die so genannten Harnsäuresteine, lassen sich auch durch die konsequente Einnahme entsprechender Medikamente auflösen.

Trotz der vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten, allein der Schmerzen wegen, sollte jeder Mensch versuchen, das Entstehen von Nierensteinen zu verhindern. Die einfachste Möglichkeit, Nierensteinen vorzubeugen, ist die Aufnahme von genügend Flüssigkeit, körperliche Betätigung sowie Vermeidung von Übergewicht. Zwei bis zweieinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag sollten es sein.

Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich an eine urologische Praxis. 

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