vor 2 Monaten

Hyperaktive Blase / Reizblase

Über 15 Prozent aller Erwachsenen leiden unter einer hyperaktiven Blase, auch Reizblase genannt. Vergleichsweise häufig trifft es Frauen im Alter von 30 bis 50 Jahren. Patienten mit einer Reizblase spüren sehr häufig den Drang, auf die Toilette zu müssen, obwohl die Blase nur wenig Harn enthält. Geben sie dem nicht nach, kann es sogar zu einer unkontrollierten Entleerung der Blase, man „macht sich ein“. In den allermeisten Fällen kann der Arzt eine Reizblase erfolgreich behandeln.

Die eine Ursache für eine Reizblase gibt es nicht bzw. ist sie noch nicht erkannt. Zu den vermuteten Ursachen gehören hormonelle Veränderungen bei Frauen durch Schwangerschaft oder Menopause, Kälte und Nässe, aber auch psychische und seelische Belastungen. Außerdem können bestimmte Medikamente eine Reizblase fördern. Oft ist sie aber auch ein Begleitsymptom oder die Folge anderer, vor allem urologischer Erkrankungen. Dazu gehören Verengungen der Harnröhre, Veränderungen der Blasenschleimhaut, Blasenentzündungen oder Harnsteine.

Wie verläuft die Untersuchung?

Wegen der Vielzahl möglicher Ursachen ständigen Harndrangs geht der Urologe nach dem Ausschlussverfahren vor. Durch verschiedene Untersuchungen werden körperliche Ursachen Schritt für Schritt ausgeschlossen. Dazu gehören z. B. ein Urintest, ein Harnröhrenabstrich, eine Blutuntersuchung, eine Ultraschalluntersuchung und natürlich die urologische bzw. gynäkologische Untersuchung.

Ähnlich vielfältig sind die Behandlungsmöglichkeiten, aus denen der Arzt je nach Untersuchungsergebnis und im Patientengespräch die passende auswählt. Ist die Reizblase nicht die Folge einer anderen Erkrankung, kann Beckenbodentraining oder ein Kontinenztraining helfen. Möglich ist die Gabe von Medikamenten, wobei das Spektrum von pflanzlichen Präparaten über sogenannte Spasmolytika und Anticholinergika bis zu östrogenhaltigen Präparaten für Frauen reicht. Eine Alternative können in einigen Fällen Botox-Injektionen (Botulinumtoxin-A) sein, welche die Blasenmuskeln entspannen. Der Behandlungserfolg mit dem Nervengift ist sehr hoch, muss aber regelmäßig wiederholt werden.

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Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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