vor 2 Monaten

HPV-Impfung für Jungen - ja oder nein?

Seit der im Juni erfolgten Veröffentlichung der STIKO (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts) ist es offziell: Sie empfiehlt die HPV-Impfung von Jungen. Die Entscheidung sorgt für einen weiteren Schritt in Richtung Vorsorge und Früherkennung von Krebsvorstufen im Genitalbereich und bei Gebärmutterhalskrebs. Humane Papillomviren werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. 

Warum sollten gerade Eltern von Jungen (9 bis 14 Jahre)
die HPV-Impfung vornehmen lassen?

Die Impfung sollte noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr gemacht werden, denn gerade männliche Sexualpartner sind Überträger der humanen Papillomviren. Diese Viren können bei Mädchen und Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen und für Infektionen im Genitalbereich (Penis, Feigwarzen im Intimbereich) bei beiden Geschlechtern sorgen. Je nach Sexualpraktrik können sie auch Krebs im Mund- und Rachenraum bei Oralverkehr sowie am After bei Analverkehr auslösen.

Bei Mädchen ist die HPV-Impfung bereits in die Regelversorgung aufgenommen worden, d. h. die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Mädchen sollten ebenfalls vor dem ersten Geschlechtsverkehr geimpft werden. Durch die HPV-Impfung können zwar nicht alle Viren bekämpft, aber zumindest die Infektionskette unterbrochen werden und so zur Krebsvorsorge beitragen. 

Junge Männer genießen das Leben

Wie läuft die HPV-Impfung ab?

Wie auch bei anderen Impfungen bekommt der Patient eine Spritze in den Oberarm. Diese Prozedur muss im Abstand von ein paar Wochen noch zweimal wiederholt werden. Die Spritze kann durch den Einstich etwas weh tun, aber der Schmerz vergeht in der Regel sehr schnell. Der Oberarm kann für einige Tage noch druckempfindlich sein. 

Werden die Kosten erstattet?

Die Impfstoffe gegen Humane Papillomviren (HPV) sind schon seit Jahren zugelassen, allerdings sorgt die Empfehlung dafür, dass auch Krankenkassen die Kosten für die Impfung übernehmen. Die letzte Entscheidung im Bezug auf die Impfung von Jungen trifft der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), mit der Anfang 2019 gerechnet wird. Bereits jetzt haben sich jedoch einige Krankenkassen entschieden, die Kosten zu übernehmen. 

Es lohnt sich daher, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen. Wer die Bestätigung durch den G-BA noch abwarten möchte, kann spätestens 2019 sicher sein, dass die Kosten von der Krankenkasse getragen werden. Bitte achten Sie daher auf Informationen zur Impfung, die Sie auf den jeweiligen Homepages finden.

Die Kosten bei Mädchen wird bereits seit einigen Jahren übernommen.

Weitere Informationen zur HPV-Impfung finden Sie hier und hier. Weitere Details für Eltern und Teenager gibt es hier.

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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