Nächtliches Einnässen

Kein Kind nässt sich aus Trotz oder Faulheit in der Nacht ein. 

Als Enuresis bezeichnet man das nächtliche Bettnässen eines ansonsten völlig gesunden Kindes, das tagsüber schon vollständige Kontrolle der Blasenfunktion hat und keine weiteren Auffälligkeiten wie Urinverlust am Tage, plötzlichen Harndrang oder Blasenentzündungen zeigt.

Ganz wichtig ist es, zu verstehen, dass kein Kind aus Trotz oder Faulheit in der Nacht einnässt und Eltern es auf keinen Fall ausschimpfen oder bestrafen sollten.

Die monosymptomatische (alleinig auftretende) Enuresis ist aus medizinischer Sicht völlig harmlos, kann aber für die betroffenen Kinder und ihre Familien eine erhebliche psychologische Belastung sein. Das Bettnässen ist vererbbar: Wenn ein oder sogar beide Elternteile Bettnässer waren, ist das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls betroffen.

Die meisten Kinder sind zwar mit etwa drei Jahren komplett trocken, aber vor Erreichen des 5. Lebensjahres gilt das nächtliche Einnässen als normal. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass das nächtliche Einnässen sehr viel häufiger ist, als allgemein angenommen wird, und dass es bei Jungen häufiger vorkommt als bei Mädchen. Bei der Einschulung nässen noch ca. 10 % der Jungen nachts gelegentlich ein, Mädchen etwas seltener. Zudem wird als normal angesehen, dass die Trockenheit in der Nacht der am Tage manchmal lange „hinterherhinkt“. 

Um sich über Behandlungsmöglichkeiten informieren zu können, hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. alle wesentlichen Fakten zur Enuresis hier zusammengestellt.

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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