vor 5 Monaten

Hilfe für die Ukraine

Die aktuelle Situation in der Ukraine bestürzt und erfordert schnelle Hilfsmaßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen. So initiiert beispielsweise das DKFZ ein Programm für geflüchtete Forschende und möchte vorübergehend Möglichkeiten für die Fortführung der Forschungsarbeiten betroffener Personen schaffen. Darüber hinaus unterstützen das DKFZ und die Deutsche Krebshilfe geflüchtete Krebspatienten und -patientinnen und die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) hat Kontakt zur Gesellschaft für Urologie in der Ukraine aufgenommen.

Hilfe für Forschende:

Das Programm richtet sich an Studierende, Promovierende und promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Bereichen Lebenswissenschaften, Medizin und Informationstechnologie mit Bezug zur Krebsforschung.

Gefördert werden können Personen, die auf Grund der aktuellen Situation die Ukraine verlassen mussten und/ oder durch politische Verfolgung persönlich gefährdet sind.

Personen, die aus rein ökonomischen Motiven zuwandern, ebenso wie Personen, die sich zum Zeitpunkt der Ausschreibung bereits länger als drei Monate in Deutschland aufhalten, sind grundsätzlich von einer Förderung im Rahmen dieses Programms ausgeschlossen.

Ausgeschlossen sind ebenfalls Personen, die bereits im Rahmen anderer Hilfsprogramme (z. B. der Philipp Schwartz-Initiative der Alexander-von-Humboldt-Stiftung) gefördert werden oder die aufgrund einer doppelten Staatsbürgerschaft oder anderer Umstände (z. B. Ehe mit einem EU-Bürger) Zugang zu einem sicheren Aufenthaltsland haben.

Eine finanzielle Unterstützung erfolgt in Form eines Stipendiums für zunächst 6 Monate, bzw. über eine Anstellung als wissenschaftliche Hilfskraft bei Studierenden.

Weitere Informationen und Voraussetzungen zur Förderung finden Sie auf der Webseite des DKFZ.

Hilfe für geflüchtete Patienten:

Um den ukrainischen Geflüchteten die Suche nach medizinischer Hilfe zu erleichtern, beantwortet der Krebsinformationsdienst E-Mail-Anfragen auch auf Ukrainisch und auf Russisch und stellt im Internet ständig aktualisierte Informationen in ukrainischer und russischer Sprache zur Verfügung. Qualifizierte Übersetzer aus dem DKFZ ermöglichen diesen Service.

„Wir unterstützen nachdrücklich die Bemühungen der Bundesregierung, verletzte und erkrankte Menschen aus der Ukraine in Deutschland zu behandeln", sagt Gerd Nettekoven, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe. „Insbesondere wollen wir geflüchteten Krebspatientinnen und -patienten ermöglichen, dass sie während ihrer Behandlung in Deutschland auf den so wichtigen Beistand ihrer Angehörigen nicht verzichten müssen. Daher hat die Deutsche Krebshilfe einen Hilfsfonds mit 2,5 Millionen Euro eingerichtet. Damit decken wir schnell und unbürokratisch bereits entstandene oder entstehende Reise-, Aufenthaltskosten sowie sonstige Kosten von Familienmitgliedern der Patientinnen und Patienten." Sowohl Angehörige von krebskranken Kindern als auch von erwachsenen Betroffenen können den Fonds in Anspruch nehmen. „Mit unserem Fonds möchten wir dazu beitragen, den vom Krieg betroffenen Menschen in dieser extrem belastenden Situation die bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen."

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auf der Webseite des DKFZ.

 

Hilfe für Urologen und Patienten:

Die DGU hat Kontakt zur Urologischen Gesellschaft der Ukraine aufgenommen und gebeten mitzuteilen, wenn Angehörige ukrainischer Urologen die Flucht planen oder bereits auf der Flucht sind und eine Unterkunft in Deutschland als Anlaufstelle benötigen. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, auch im Hause der DGU in Berlin entsprechende Übernachtungsmöglichkeiten im Sinne einer Erstanlaufstelle für die Flüchtlinge einzurichten.

Die DGU bittet zu prüfen, ob Sie oder jemand in Ihrem Umfeld eine private Unterkunft temporär zur Verfügung stellen könnte. Die Vermittlung der von der Urologischen Gesellschaft der Ukraine angekündigten Flüchtlinge wird von der DGU-Geschäftsstelle koordiniert.

Ebenso wird die DGU die Koordination der urologischen Versorgung von ukrainischen Patienten in Deutschland übernehmen.

Zur Umsetzung wird die DGU teilweise auf die Unterstützung durch sprachkundige Kolleginnen und Kollegen angewiesen sein. Wenn Sie ukrainisch oder auch russisch sprechen und helfen möchten, wäre die DGU über eine entsprechende Rückmeldung sehr verbunden.

Bitte kontaktieren Sie die DGU für weitere Informationen  zu o.g. Themen über die speziell eingerichtete E-Mail-Adresse:

help-ukraine@dgu.de

oder telefonisch unter der Telefonnumer 030-8870 833-0.

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