Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die häufig gestellten Fragen zu den Themen Impotenz, Sex, Inkontinenz oder Krebserkrankungen des Urogenitaltraktes.

Für wen ist Urologie?
AntwortIst der Urologe /die Urologin nur für den Mann da?

Diese Frage ist klar mit nein zu beantworten. Der Urologe beschäftigt sich mit Erkrankungen und Anomalien der Niere, des ableitenden Harntraktes (Harnleiter, Blase , Harnröhre) und der männlichen Geschlechtsorgane, unabhängig von Alter und Geschlecht des Patienten.

AntwortWerden auch Frauen und Kinder behandelt?

Angeborene Erkrankungen, bzw. Normvarianten oder gar Fehlbildungen treten im Urogenitaltrakt am häufigsten auf und werden von Kinderurologen behandelt.

Hierzu gehören u.a. fieberhafte Harnwegsinfektionen als Folge eines sog. Refluxes, Zufallsbefunde an Nieren, Harnleiter und Blase schon beim Ultraschall im Mutterleib, sichtbare Fehlmündungen der männlichen Harnröhre oder die sehr häufigen Probleme bei Jungen wie Hodenhochstand und Vorhautverengung. Frauen können genauso wie Männer Nierensteine, Tumoren in Blase und Niere, Harnwegsinfekte etc. bekommen, wofür der Urologe zuständig ist.

Gleiches gilt für Harninkontinenz, die gerade bei älteren Frauen häufig auftritt.

AntwortWann sollte ich einen Urologen/ eine Urologin aufsuchen?

Prinzipiell ist es ratsam, bei unklaren Beschwerden zunächst seinen Hausarzt/Kinderarzt zur primären Einschätzung zu kontaktieren mit der anschließenden Weiterleitung zum Urologen bei Erkrankungen der Niere, des ableitenden Harntraktes, oder der männlichen Geschlechtsorgane. Bei bekannten rezidivierenden Erkrankungen im Urogenitalbereich oder bestimmten Symptomen ist auch der primäre Gang zu einem Urologen sinnvoll. Hierzu gehören Blut im Urin, Beschwerden beim Wasserlassen, Steinkoliken, Harnwegsinfekte etc.

AntwortWas erwartet mich beim Urologen?

Eine fachkompetente Einschätzung der Krankengeschichte, Untersuchung der Niere, des ableitenden Harntraktes (Harnleiter, Blase, Harnröhre) und der männlichen Geschlechtsorgane klinisch als auch geräteunterstützt. Am Ende sollte neben einer Beurteilung auch eine Therapieempfehlung erfolgen, falls dies notwendig sein sollte.

AntwortWas bedeutet der Begriff „Hafenrundfahrt“, von dem man so oft hört?

Darunter versteht man die Austastung des Enddarms mit einem Finger zur Untersuchung der Schleimhaut , der Beckeneingeweide und insbesondere beim Urologen die Untersuchung der Prostata.

Fragen zu Symptomen
AntwortIch muss dauernd wasserlassen, auch nachts. Ist das normal?

Die definitive Antwort ist nein. Die Ursachen können vielschichtig sein. Das Spektrum reicht von Verhaltensauffälligkeiten (ausgeprägter Getränkekonsum besonders nachts) bis zu schwerwiegenden Erkrankungen. Ein Gang zum Urologen lohnt sich.

AntwortWie wird eine Blasenspiegelung duchgeführt?

Sie erfolgt über den natürlichen Weg der Harnröhre in die Blase. Abhängig von Geschlecht und Untersuchungsgrund wahlweise mit starren oder flexiblen Instrumenten.

AntwortMacht Radfahren impotent?

Es wird immer wieder in Fachkreisen diskutiert, dass Radfahren neben Taubheit im Dammbereich auch mit erektiler Dysfunktion in Verbindung gebracht wird. Neben einer Kompression des Nervus pudendus im Alcockschen Kanal wird eine Störung der Hypothalamus -Hyphysen-Gonaden-Achse diskutiert. Bei intensivem Radfahren ist es sicherlich nicht von Nachteil, auf einen individuell angepassten Sattel als auch auf die Sitzposition zu achten.Dennoch gibt es bislang keine eindeutige Evidenz, dass Fahrradfahren impotent macht.

Fragen zur Sexualität
AntwortIst mein Penis groß genug?

Diese Frage ist sehr relativ und vom Betrachter abhängig, auch hier ist die individuelle Varianz riesig. Vor allem ist die Größe nicht wichtig. Für das Urinieren spielt die Größe sowieso keine Rolle. Auch kann jeder Mann bei einem noch so kleinen Penis jede Frau befriedigen. Es ist nur eine Frage der Technik.

AntwortWann spricht man von einer Erektionsstörung?

Sie ist definiert, wenn über einen Zeitraum von länger als 6 Monaten eine dauerhafte Unfähigkeit besteht, eine ausreichende Erektion aufzubauen oder zu erhalten, um einen befriedigenden Geschlechtsverkehr auszuüben.

AntwortWelche Potenzhilfen gibt es?

Die Einführung der oralen Arzneimittel gegen Impotenz (Viagra und Nachfolgeprodukte) hat die Therapie sicherlich revolutioniert und vereinfacht. Die Medikamente führen zu einer verbesserten Penisdurchblutung. Daneben gibt es weiterhin die Möglichkeit, durchblutungsfördernde Mittel entweder in die Harnröhre einzuführen oder in den Penis zu spritzen, damit es zu einer Erektion kommt. Alternativ kann man ein Vakuum am Penis mit Hilfe einer Pumpe anlegen, so dass es passiv zu einem vermehrten Bluteinstrom kommt und dadurch eine Erektion hervorgerufen wird. Zur Verhinderung des Blutabstroms wird ein Gummiring an die Penisbasis angelegt. Falls diese Maßnahmen nicht von Erfolg gekrönt sind, gibt es als ultima Ratio die Implantation einer Penisprothese.

AntwortWas ist eine Vasektomie?

Darunter versteht man eine operative Unterbindung der Samenleiter als Verhütungsmethode.

AntwortIch komme immer zu früh beim Sex, was kann ich tun?

Auch hier kann der Urologe gut helfen: Von manuellen Tricks, Strategien zur Stressbewältigung bis hin zu neuartigen Medikamenten, die den Samenerguss hinauszögern können, gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten dieses Problem in den Griff zu bekommen.

AntwortUnser Wunschkind kommt nicht, kann ein Urologe helfen?

Der Urologe ist sicherlich in der Lage, den Mann auf seine Fruchtbarkeit hin zu untersuchen. Neben der Untersuchung der Geschlechtsorgane auf Anomalien und Erkrankungen ist die Samenanalyse (Spermiogramm) ein zentraler Punkt. Falls über den normalen Weg keine ausreichende Anzahl an Spermien zu gewinnen ist, ist der Urologe in der Lage, operativ Spermien direkt aus dem Hoden zu gewinnen.

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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