Zielsetzung

Wir möchten aufklären. Und dafür sorgen, dass Männer zur Vorsorgeuntersuchung gehen, ihr Gesundheitsbewusstsein zu schärfen und die Angst vor dem Urologen zu nehmen. Damit Männer so selbstverständlich wie Frauen zum Arzt gehen.

Bisher ist der Urologe nur als Männerarzt bekannt. Das soll sich ebenfalls ändern, denn Urologen behandeln alle Erkrankungen des Urogenitaltraktes auch bei Frauen und Kindern.

Unser Kampagnen-Credo lautet: Verantwortung übernehmen. Vorsorge planen.

Liebe Patientinnen und Patienten,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir begrüßen Sie ganz herzlich auf der Website „Urologie für alle“. Einer Initiative zur Gesundheitsförderung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. in Kooperation mit dem Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.

Sie mögen sich fragen, was es mit dieser Initiative auf sich hat. Der Hintergrund ist, dass wir Urologen nach wie vor von einem Großteil der Bevölkerung auf Ärzte reduziert werden, die bei Männern die Prostata abtasten.
In Wirklichkeit behandeln wir eine Vielzahl von Erkrankungen, die zum einen wegen ihrer Häufigkeit und der Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen, zum anderen wegen der Gefahr bei zu später Diagnosestellung von enormer Relevanz für Männer, Frauen und Kinder sind.

So gehört zur Urologie die Harninkontinenz von Mann und Frau, die schon bei jungen Frauen in der Schwangerschaft auftreten kann und bei etwa 50 % der über 80-Jährigen vorhanden ist und bei kompetenter Behandlung durch Urologen entweder medikamentös oder durch meist kleine operative Eingriffe geheilt werden kann. Diese meist einfache Therapie ist für viele Menschen segensreich, die sich wegen ihrer Inkontinenz zum Teil nicht mehr aus dem Haus trauen.

Fehlbildungen im Urogenitaltrakt sind die häufigsten angeborenen Fehlbildungen des menschlichen Körpers. So besteht bei etwa einem von 100 Kindern Fehlmündungen der Harnleiter in die Harnblase, die durch immer wiederkehrende fieberhafte Harnwegsinfekte die Nieren gefährden und früher nicht selten zur Dialysepflichtigkeit solcher Patienten geführt haben. Bei rechtzeitiger Erkennung solch eines vesikorenalen Refluxes kann durch einen kleinen Eingriff die Erkrankung beseitigt und damit die Nierenschädigung sicher vermieden werden. Gleiches gilt für angeborene Abgangsengen des Harnleiters aus der Niere, was oft schon im Mutterleib per Ultraschall diagnostiziert und dann durch Kinderurologen sicher geheilt werden kann. Auch angeborene Fehlmündungen der männlichen Harnröhre werden durch Kinderurologen kosmetisch ansprechend korrigiert.

Nierensteine gehören zu den 10 häufigsten stationären Aufnahmegründen im Krankenhaus. Urologen sind in der Lage, die Steine praktisch immer ohne Schnittoperation durch Zertrümmerung von außen oder durch kleine flexible Endoskope zu behandeln.

Hodentumoren sind die häufigsten Tumoren des jungen Mannes unter 35. Rechtzeitig behandelt, kann praktisch jeder Hodentumor geheilt werden, unter Umständen auch in fortgeschrittenen Stadien, wie die Radsportlegende Lance Armstrong eindrucksvoll gezeigt hat.

Besonders wichtig ist die Urologie für die Erkennung und Therapie von Tumoren im Urogenitaltrakt, die 25% der Tumoren des menschlichen Körpers ausmachen. An erster Stelle ist hier das Prostatakarzinom zu nennen, der häufigste bösartige Tumor des Mannes. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung unter zu Hilfenahme des PSA-Tests können Männer vom Karzinom bei völlig normaler Lebensqualität geheilt werden. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür sind die beiden Handball-Rekordnationalspieler Ulrich und Michael Roth, die jeweils durch die rechtzeitige radikale Entfernung der Prostata von ihrem Karzinom geheilt wurden und uns dankenswerterweise bei dieser Vorsorgeinitiative unterstützen.

Ganz wichtig ist die frühe Abklärung des Symptoms Blut im Urin als möglicher Hinweis auf einen Blasentumor. Nach wie vor sterben Frauen häufiger an einem bösartigen Blasentumor als Männer, weil Blut im Urin oft monatelang falsch interpretiert und mit einem gynäkologischen Befund in Zusammenhang gebracht wird. Auch hier tut Aufklärung Not.

Wir weisen auf den folgenden Seiten auf die wichtigsten urologischen Erkrankungen, deren Symptome und therapeutischen Möglichkeiten hin. 

Gleichzeitig wird die Deutsche Gesellschaft für UrologieZukunft im Rahmen von Themenwochen zukünftig über verschiedene urologische Krankheitsbilder in den Medien aufklären. Auch die Suche nach einem Urologen oder Urologin in Ihrer Nähe vereinfachen wir mit einer Urologen-Suchfunktion auf dieser Website.

So wünschen wir Ihnen natürlich in erster Linie, dass Sie gesund bleiben. Sollte bei Ihnen eine Erkrankung im Urogenitaltrakt auftreten, kann diese Initiative einen Beitrag dazu leisten, dass diese rechtzeitig diagnostiziert und therapiert werden kann.


Mit den besten Wünschen

Ihr

Prof. Dr. med. T. Kälble
Präsident der
Deutschen Gesellschaft für Urologie (2016/2017)
   Prof. Dr. med. M.S. Michel
Generalsekretär der
Deutschen Gesellschaft für Urologie

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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