vor 8 Monaten

Was können wir aus der Corona-Krise lernen?

Jetzt hat sie uns erreicht - die Corona-Krise. Letzte Woche wurden trotz der wissentlich ansteigenden Zahlen der Erkrankungen und der verstörenden Bilder aus Wuhan in China immer noch große Veranstaltungen, Fußballspiele und Messen abhalten - frei nach dem Motto, das wird schon. 

Jetzt wurden wir eines Besseren gelehrt. Ich gebe zu, zunächst habe auch ich den "Hype" etwas belächelt. Und argumentiert wie alle anderen auch: Durch die normalen Grippe sterben mehr Menschen als durch den Corona-Virus. Das ist grundsätzlich nicht falsch, wichtig ist aber der Zeitraum, in dem die Infektion sich ausbreitet und vor allen Dingen, wie schnell dies passiert. Wer es nicht glauben kann, der sollte sich die aktuellen Statistiken ansehen. Vermutlich ist die Dunkelziffer weit höher. 

Warum also jetzt die drastischen Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung?

Jetzt wurden massive Einschnitte vorgenommen, Kitas und Schulen geschlossen sowie alle Großveranstaltungen, die Raum für die Verbreitung von Covid-19 bieten, abgesagt. Da es sich um eine nie dagewesene Situation handelt, sind alle angehalten, Ruhe zu bewahren und Maßnahmen einzuhalten, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. 

Was sollte man tun?

  • Regelmäßig Hände waschen, Seife und Wasser reicht aus. Bitte gründlich auch Handrücken, Fingernägel und Fingerzwischenräume waschen
  • Abstand halten und anderen nicht "auf die Pelle" rücken - ca. 1m wird geraten
  • KEINE Hände schütteln oder Menschen umarmen
  • KEINE Hamsterkäufe tätigen - die Versorgung mit Lebensmitteln und dem momentan kostbarsten Gut, Toilettenpapier, wird gewährleistet. Es besteht kein Grund, anderen die Lebensmittel "wegzukaufen"
  • Bitte keine Verwandtschaft oder Freunde besuchen, die älter oder krank sind, um sie zu schützen
  • Bitte NICHT direkt zum Arzt gehen, wenn Erkältungssymptome auftreten, sondern zunächst den Hausarzt anrufen, um weitere Instruktionen zu erhalten
  • Wer aus einem Risikogebiet kommt oder Personen kennt, die bereits nachweislich mit Corona infiziert sind, bitte unbedingt testen lassen. Dann auch bitte den Hausarzt telefonisch kontaktieren
  • Aus Solidarität nicht egoistisch handeln, sondern den Älteren und Kranken helfen, indem man beispielsweise Einkäufe für sie übernimmt.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums

Welche Folgen hat der Corona-Virus für Praxen und Krankenhäuser?

Für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind, stellt die Krise eine besondere Herausforderung dar. Sie sind im Dauereinsatz, zum Teil zwei Schichten nacheinander, um Patienten zu behandeln. Die erforderlichen Hilfsmittel wie Mundschutz und mehr sind knapp. Die Produktion, auch die von Medikamenten, läuft auf Hochtouren.

Dieser Umstand ist auch der Hauptgrund für die drastischen Maßnahmen. Der explosionsartige Anstieg der Corona-Infizierten bzw. derer, die schwer erkranken, würde schlicht das Gesundheitssystem überfordern. Das ist der Grund für die massiven Einschränkungen. 

DANKE AN DIESER STELLE FÜR ALLE ÄRZTE, KRANKENSCHWESTERN und PFLEGER für den unermüdlichen Einsatz!

Es ist ein einfaches Rechenbeispiel:

In einer Pressekonferenz wurden aktuelle Zahlen genannt, und man geht davon aus, dass ca. 60-70 Prozent der deutschen Bevölkerung am Corona-Virus erkrankt. Derzeit leben rund 83 Mio. Menschen in Deutschland. Das bedeutet, dass sich rund 54 Mio. Menschen infizieren. Wenn davon zwei Prozent schwere Symptome zeigen, reden wir von rund 1 Mio. Patienten, die, zusätzlich zu den bestehenden Patienten, versorgt werden müssen. Die Zahlen variieren stark von Land zu Land, so dass diese zwei Prozent zunächst hypothetisch sind. Informationen gibt es auch beim Robert-Koch-Institut. 

Wer sich diese Zahlen vor Augen führt, versteht, warum jetzt alle Länder Europas und der Welt aktiv werden und die letzten zwei Wochen damit verbracht haben, Krisenpläne zu erstellen.

Verstehen Sie mich nicht falsch - es ist kein Grund zur Panik, sondern zur Wachsamkeit. Erklären Sie insbesondere jüngeren Menschen, dass sie sehr wohl einen Unterschied machen, wenn sie sorgsam mit sich und ihren Mitmenschen umgehen und gerade in diesen Zeiten durch Rücksicht Menschenleben retten können. Sie können durch unachtsames Verhalten Überträger des Corona-Virus sein, auch wenn sie selbst keine oder nur leichte Symptome einer Erkältung zeigen. 

Daher nochmals meine Bitte: Waschen Sie Hände, hamstern Sie nicht, unterstützen Sie Ihre Mitmenschen und brechen Sie nicht in Panik aus. Das hilft niemandem.

Vielleicht kann man dieser Krise ja auch etwas Positives abgewinnen: Es ist Zeit, innezuhalten, Zeit mit der Familie zu verbringen, solidarisch gegenüber unseren Mitmenschen zu sein, sich gegenseitig zu helfen, optimistisch zu bleiben und die Bremse zu ziehen in unserem manchmal allzu hektischen Leben.

Vielleicht hilft ja ein Video von Vera F. Birkenbihl zu diesem Thema, um positiv zu bleiben. Es lohnt sich.

Christiane Haase
info@urologie-fuer-alle.de

 

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