vor 1 Monat

Männliche Wechseljahre?

Erschöpfungszustände, Hitzewallungen, weniger Lust auf Sex, depressive Verstimmungen, Gereiztheit, ein Dauergefühl der Traurigkeit, typische Symptome der weiblichen Wechseljahre. Doch es gibt reichlich Hinweise, dass auch Männer unter Wechseljahren leiden können. Weil „echte Typen nicht zum Arzt gehen“ und Beschwerden einfach ausblenden, holen sich viele Männer bei solchen Beschwerden keine medizinische Hilfe. Möglich wäre die, denn Wechseljahre- Symptome beim Mann lassen sich durch Medikamente, häufig aber schon mit einer Umstellung der Lebensgewohnheiten lindern.

Anzeichen für die Wechseljahre

Der Beginn der Wechseljahre der Frau, des Klimakteriums, lässt sich genau bestimmen – denn dann bleiben die monatlichen Regelblutungen dauerhaft aus. Bei Männern gibt es diese klare Grenze nicht, die Beschwerden können sich „schleichend“ und über Jahre oder auch plötzlich entwickeln – abhängig von Geschwindigkeit und Grad der Veränderung des Hormonspiegels.

Einerseits sinkt die die Produktion bestimmter Hormone, andererseits kann es zu einem Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Hormonen kommen.
Bei rund einem Drittel der Männer ist die Veränderung des Hormonspiegels genetisch bedingt. Medikamente, Stress oder verschiedene Erkrankungen können ihn ebenfalls beeinflussen. Spürbar werden die Veränderungen meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, durch Symptome, die denen der Frauen ähneln und mehr oder minder stark ausgeprägt sein können. Ob ein Mann unter behandlungsbedürftigen Wechseljahresbeschwerden leidet, stellt der erfahrene Fachmediziner nach einer genauen Untersuchung fest.

Im Mittelpunkt steht dabei die Bestimmung des Hormonstatus. Das Blut der Patienten wird im Labor auf verschiedene Hormone analysiert. Untersucht wird u.a., wie viel Gesamt- und freies Testosteron vorliegt, aber auch die Werte für das Stresshormon Prolaktin, das Schilddrüsenhormon TSH oder das Hormon DHEA liefern dem Arzt wichtige Anhaltspunkte. Zusätzlich werden Entzündungs- und Tumormarker der Prostata – gesamt-PSA und freies PSA – bestimmt, genauso wie die Nierenwerte, der Blutzuckerwert HbA1c und der Entzündungsmarker CRP.

Neben diesen Labordaten berücksichtigt der Arzt das Ergebnis der Anamnese und mögliche Vorerkrankungen für seine Diagnose. Das Behandlungsspektrum reicht von Empfehlungen zur Umstellung der beruflichen und sozialen Belastungen bis zu einer Therapie durch Hormonpräparate, die als Gel, Tablette oder Injektion verabreicht werden können. Die Einnahme von Hormonen wie Testosteron und DHEA ist allerdings nur bei nachgewiesenen Hormondefiziten angezeigt und sollte unbedingt durch wiederholte Kontrolluntersuchungen beim Arzt begleitet werden.

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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