Dezember 2018

Hodenkrebs - Vorsorge

Hodenkrebs ist nicht die häufigste Krebsart des Mannes, betrifft aber meist jüngere Männer im Alter zwischen 25-45 Jahren. Der Verlauf einer Hoden-Krebserkrankung kann, je früher sie erkannt wird, günstiger verlaufen. Die Vorsorge spielt dabei eine entscheidende Rolle.  

Der Grund für eine Nicht-Erkennung kann darin begründet sein, dass Jungen mit 14 Jahren die letzte Jugendgesundheitsuntersuchung beim Kinderarzt haben, die von der Krankenkasse übernommen wird. Im Rahmen der Krebsvorsorge werden die Kosten der meisten Krankenkassen erst wieder ab dem 45. Lebensjahr für eine Hodenabtastuntersuchung übernommen. Daher empfiehlt es sich, zwischen 15 bis 45 Jahren selbst regelmäßig Kontrollen durchzuführen. 

Was können junge Männer tun, um Hodenkrebs zu erkennen? Gibt es eine Tastuntersuchung?

Entscheidend ist tatsächlich das „Handspiel“. Das bedeutet, junge Männer sollten regelmäßig Ihre Hoden nach Knoten und anderen Unregelmäßigkeiten abtasten und einen Termin in einer urologischen Praxis ausmachen, sofern Besonderheiten aufgefallen sind.

 

Wie funktioniert die Selbstuntersuchung?

Jungen und Männer sollten Ihre Hoden einmal monatlich selbst untersuchen. Dabei wird der Hodensack von unten gestützt und mit der geöffneten Hand leicht auf und ab bewegt. Dann wird der Hoden zwischen Daumen und Zeige- sowie Mittelfinger gerollt, ggf. der Hodensack noch im Spiegel betrachtet.

 

Was sind auffällige Veränderungen, die in der urologischen Praxis genauer untersucht werden sollten?

 Auffällige Veränderungen können z.B. eine schmerzlose, einseitige Vergrößerung oder Verhärtung des Hodens oder kleine, harte Knoten auf dem Hoden sein. Ein konstantes Schweregefühl oder Ziehen im Hodensack sollten ebenfalls genauer vom Urologen untersucht werden. Die Nebenhoden werden hin und wieder als Auffälligkeiten selbst „diagnostiziert“. Zur Identifizierung: Sie liegen wie eine Mütze oben auf den Hoden und an der Außenseite.

Weitere Informationen zu urologischen Erkrankungen bei Männern finden Sie hier.

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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