vor 6 Monaten

Hodenhochstand

Von Januar bis einschließlich August 2020 sind in Deutschland laut Statistischem Bundesamt rund 262.214 Jungen auf die Welt gekommen. Da bei etwa drei Prozent aller zum Termin geborenen Jungen ein sogenannter Hodenhochstand vorliegt, der vor dem ersten Lebensjahr behandelt werden sollte, hält die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) eine wichtige Aufklärungsbroschüre für junge Eltern von neugeborenen Söhnen parat.

Wenn ein oder beide Hoden nicht dauerhaft im Hodensack tastbar sind, sprechen die Experten von einem Hodenhochstand, eine der häufigsten urologischen Erkrankungen bei Kindern. Da die verschiedenen Formen einer Hodenfehllage bei den Vorsorgeuntersuchungen nicht immer zweifelsfrei zu diagnostizieren sind, können gut aufgeklärte Eltern wesentlich dazu beitragen, die Entwicklungsstörung frühzeitig zu erkennen, sodass eine Behandlung rechtzeitig eingeleitet werden kann.

Die rechtzeitige Behandlung ist besonders wichtig, denn wenn der Hodenhochstand nicht bis zum Ende des ersten Lebensjahres behandelt wird, drohen Unfruchtbarkeit und ein bis zu 8-faches Risiko, später an Hodenkrebs zu erkranken.

Und noch einen Rat hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie: Da das Risiko, im späteren Leben an Hodenkrebs zu erkranken auch nach angemessener Behandlung der Hodenfehllage erhöht bleibt, sollten die betroffenen Jungen ab dem Beginn der Pubertät regelmäßig ihre Hoden selbst abtasten und dabei auf Verhärtungen und Vergrößerungen achten.

Hier geht es zur Aufklärungsbroschüre der DGU

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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