vor 3 Wochen

High-Tech im OP-Saal

Aus vielen urologischen Kliniken sind Operationsroboter nicht mehr wegzudenken. Ihr Einsatz bringt den Patienten Vorteile, weil er geringeren Blutverlust, sehr kleine Operationsnarben und viel weniger Schmerzen nach der Operation ermöglicht – und das bei nachweislich hervorragenden Ergebnissen.

Wichtig für Patienten: Die Roboter werden nach wie vor von Ärzten bedient!

Allerdings geben sich die Patienten dabei nicht wirklich in die „Hände“ eines Roboters: Tatsächlich sind Systeme, wie der technologisch führende Da Vinci®-Operationsroboter „nur“ technologisch ausgefeilte Hilfsmittel. Die vier Arme des Roboters machen exakt das, was ihnen der erfahrene Urologe befiehlt, und zwar mit einer zuvor unbekannten Genauigkeit. Zusätzlich macht er per Full-HD Videokamera und der so genannten Fluoreszenzbildgebung auch kleinste Tumoranteile sichtbar, die das menschliche Auge nicht erkennen kann.

Minimal-invasive Chirurgie mit dem Operateur sowie
einem Arzt am OP-Tisch

Der Einsatz von OP-Robotern ist das derzeit modernste Verfahren auf dem Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie. Die Roboterarme mit den chirurgischen Instrumenten und der Kamera werden durch gerade einmal knapp 1 cm große Zugänge zum Operationsort geführt. Jede Bewegung der Instrumentenarme wird vom Chirurgen veranlasst, selbständig macht der Roboter nichts – aber die Befehle des Arztes führt er hochpräzise und absolut zitterfei aus. Wie wichtig die Mediziner trotz aller Technik sind, zeigt die Tatsache, dass der Arzt an der Steuerkonsole durch einen zweiten Chirurgen direkt am OP-Tisch unterstützt wird.

Besonders bewährt haben sich die robotergestützte Operationen bei der kompletten Entfernung der Prostata (radikale Prostatovesikulektomie) zur Behandlung von Prostatakrebs. Mittlerweile werden sie auch bei Blasenkrebspatienten (Zystektomie bzw. Entfernung der Harnblase) oder zur teilweisen oder vollständigen Entfernung von krebsbefallenen Nieren (Nephrektomie) erfolgreich eingesetzt. Auch die Nebenniere kann in bestimmten Fällen mit Roboterhilfe schonend operiert werden, und der DaVinci® hat sich auch bei der Nierenbeckenplastik bewährt, wenn eine Verengung des Harnleiters direkt an der Niere behandelt werden muss. Allerdings: Auch wenn die Vorteile der Operationsroboter für Patienten und Operateure enorm sein können, ist die Technologie nicht für alle Patienten und Krankheitsbilder geeignet. Deshalb kann über ihren Einsatz immer nur im Einzelfall entschieden werden.

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Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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