vor 3 Monaten

Die richtige Sportart, die richtige Ernährung:

Eine starke Beckenbodenmuskulatur ist von großer Bedeutung, um einer Harninkontinenz vorzubeugen. Harninkontinenz bedeutet unfreiwilligen Urinverlust und ist besser als Blasenschwäche bekannt. Treffen kann es jeden: Junge wie Alte, Frauen wie Männer.
Allein in Deutschland gibt es über acht Millionen Betroffene – Harninkontinenz ist daher eine echte Volkskrankheit. Trotz guter Behandlungsmöglichkeiten wendet sich aber nur jeder Fünfte an einen Arzt. Das Tabu, über diese Erkrankung zu sprechen, ist immer noch groß.

Bei Frauen ist die sogenannte Belastungsinkontinenz die häufigste Form der Inkontinenz:
Beim Heben, Tragen, Husten, Niesen oder Lachen kommt es zu unwillkürlichem Urinabgang. Ursache ist häufig eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur, die durch Schwangerschaft und Geburt oder durch die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre hervorgerufen werden kann.

Was ist wichtig für einen gesunden und starken Beckenboden? Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. hat Antworten:

  • Präventives Beckenbodentraining, das unter krankengymnastischer Anleitung erlernt 
 und regelmäßig durchgeführt wird, ist die wirksamste Methode, um einer Inkontinenz
 vorzubeugen. Das gilt besonders für Frauen nach der Geburt eines Kindes und
 Menschen mit Bindegewebsschwäche.
  • Vermeiden Sie Übergewicht! Eine Gewichtsreduktion von 5-10 Prozent halbiert die
 Anzahl der wöchentlichen Inkontinenz-Episoden.
  • Auch chronischer Husten und Verstopfung belasten den Beckenboden und begünstigen
 eine Inkontinenz.
  • Durch gesunde Ernährung und mehr Bewegung mit dem richtigen Sport sorgen Sie für
 Normalgewicht.
  • Mit ballaststoffreicher Ernährung erzielen Sie regelmäßigen Stuhlgang ohne Pressen
 und entlasten das Schließmuskelsystem.
  • Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking oder Yoga entlasten und 
 stärken den Beckenboden.
  • Ausreichend viel trinken! Flüssigkeitsmangel führt zu konzentriertem Urin, der den
 Blasenmuskel reizt. Allerdings ist unverhältnismäßig hohe Flüssigkeitsaufnahme zu
 reduzieren.

 Ausführliche Informationen zum Thema Blasenschwäche finden Sie in der Patienteninformation der DGU „Was tun bei Harninkontinenz?“

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

© 2020 OpenMinded Webkonzepte GmbH · Datenschutzerklärung· Impressum· FAQ
Vorsorge hier planen
nach oben