vor 3 Monaten

Atze Schröder plädiert für die Vorsorge – und findet die urologische Untersuchung gar nicht so schlimm

Der aktuelle Bericht zu den weltweiten Krebserkrankungen ist bedenklich, denn noch immer steigt die Zahl der Erkrankungen. Insbesondere Europa ist betroffen, obwohl der Anteil der Bevölkerung nur 9 % ausmacht und im weltweiten Vergleich eher gering ist. Dennoch ist liegt der Anteil der Krebsdiagnosen bei 23,4 %. 

Laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO wird weltweit bei jeder sechsten Frau und jedem fünften Mann im Laufe ihres Lebens Krebs festgestellt. In diesem Jahr sterben einem Bericht zufolge schätzungsweise 9,6 Millionen Menschen daran. Viele Fälle wären durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen vermeidbar. Die steigende Anzahl der Bevölkerung sowie die zunehmende Lebenserwartung und die guten Diagnosemöglichkeiten tragen ebenfalls zu erhöhten Zahlen und Registrierungen von Tumorerkrankungen bei.
"Diese neuen Zahlen unterstreichen, dass angesichts des alarmierenden Anstiegs der globalen Krebslast noch viel zu tun ist und dass Prävention dabei eine Schlüsselrolle spielt", sagt IARC-Direktor Christopher Wild.

Gerade die Förderung der Männergesundheit ist ein wichtiger Faktor, denn Frauen betreiben regelmäßigere Vorsorge. Männer gehen meist erst zum Arzt, wenn sie wirklich krank sind, nehmen aber die Früherkennungs-Untersuchungen nicht ernst. Daher der Appell unserer Kampagne: Verantwortung übernehmen, Vorsorge planen!

 

Atze Schröder

Atze Schröder ist in Deutschland bekannt wie ein bunter Hund. Insbesondere seine direkte Art bei seinen Bühnenshows sorgt für viele Lacher, zum Teil auch für Aufklärung. So auch sein berühmter Gang zum Urologen, der für die Macher der urologischen Vorsorge-Kampagne „Für alle. Für jeden. Für uns. Die Urologie.“ eine Steilvorlage war. 

Atze Schröder im Interview:

 Wie sorgen Sie vor?

Ich lass mich einmal im Jahr komplett durchchecken. Außerdem gehe ich regelmäßig zum Urologen, der zufällig auch einer meiner besten Kumpels ist.

Letztens habe ich ihm gesagt: Ich mag dich ja auch, aber noch 2 mm tiefer und ich mach dir n Antrag. Da war aber Stimmung inner Hütte! Im Ernst: Früherkennung ist der Schlüssel.

Foto: Pressefoto Atze Schröder

Wie kann man Männer davon überzeugen, zur Vorsorge zu gehen?

Man kann nur an die Vernunft appellieren und die Hemmschwelle durch ein lockeres Umgehen mit dem Thema runterschrauben!

Jeder kennt doch die Geschichte aus der Sesamstrasse, als Supergrobi Angst vorm Haareschneiden hat. Dann überwindet er sich und siehe da, es ist gar nicht schlimm. Ähnlich ist es bei der Vorsorgeuntersuchung. Hingehen, machen ab nach Hause! Mehr ist es nicht. Kann aber Leben retten! Falscher Stolz ist hier ein schlechter Berater! 

Zur Zeit sind Sie viel unterwegs und im Herbst beginnt Ihre neue Tour? Worum geht es und wo treten Sie auf? 

Obwohl das Programm Turbo heißt, geht es eigentlich um Entschleunigung. Ein Plädoyer dafür, den Fuß vom Gas zu nehmen. Es handelt davon, dass wir alle immer unter Druck stehen. Turbo-Kommunikation, Turbo-Abi, Turbo-Sex, alles muss schneller gehen und überall wollen wir immer der Beste sein. Wenn Du nach einer Stunde noch nicht auf eine E-Mail geantwortet hast, giltst du ja schon als klinisch tot. Ich will meinem Publikum sagen: Kommt einfach mal wieder runter. Lass Dich nicht von Instagram und Facebook blenden und verrückt machen. Ich plädiere ganz klar für eine Rückbesinnung – beispielsweise auf gute Gespräche und gut miteinander umzugehen. Eins ist aber sicher: Auf der Bühne gebe ich den Turbo, da bleibt kein Auge trocken. 

Termine für Atze’s Show gibt es hier.

Früherkennungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

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